1776–2026 · Leipzig

250 Jahre Balduin zur Linde

Die Geschichte der Johannisloge „Balduin zur Linde“ ist eng mit der Stadt Leipzig, ihren Orten der Begegnung und dem Gedanken der Bildung verbunden.

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Historische Ansicht des 1847 eingeweihten gemeinsamen Logenhauses von Apollo und Balduin zur Linde in Leipzig

Eine Leipziger Geschichte

Ein Vierteljahrtausend umfasst Aufbrüche, Unterbrechungen und Neuanfänge.
Diese Seite zeichnet die wesentlichen Stationen der Loge nach – mit Quellen, die zur vertiefenden Lektüre einladen.

Die Zeitachse

Eine Geschichte in Stationen.

  1. 1776

    Stiftung in Leipzig

    Am 7. Februar 1776 gründeten neun frühere Brüder der Loge Minerva zu den drei Palmen im Gasthof Große Feuerkugel am Neumarkt die Loge Balduin. Die Installation folgte am 30. April desselben Jahres.

    Quellen: [1] [5]

  2. 1778–1793

    Anerkennung und erstes eigenes Haus

    1778 erkannte die Loge Minerva zu den drei Palmen die junge Loge an. 1793 eröffnete George Wilhelm Richter das Gesellschaftshaus Place de Repos, das der Loge Balduin als Versammlungsort diente.

    Quellen: [1] [5]

  3. 1809

    Der Name Balduin zur Linde

    Nachdem sich die Brüder der Loge Zur Linde am 16. März 1809 angeschlossen hatten, führte die Loge den Namen Balduin zur Linde. Der neue Name verband damit zwei Leipziger Logentraditionen.

    Quellen: [1] [5]

  4. 1816

    Bildung und Unterstützung

    Am 11. Februar 1816 eröffnete die Loge eine Sonntagsschule für Gesellen und Lehrlinge. In den folgenden Jahrzehnten schlossen sich weitere Bildungs- und Unterstützungsinitiativen an – ein wichtiger Teil ihres Wirkens in der Stadtgesellschaft.

    Quellen: [1] [5]

  5. 1847

    Ein gemeinsames Logenhaus

    Gemeinsam mit der Loge Apollo entstand ein neues Logenhaus in der Elsterstraße 2 an der Zentralstraße. Seine Einweihung wurde am 12. September 1847 gefeiert. Die historischen Ansichten auf dieser Seite bewahren die Erinnerung an dieses Haus.

    Quellen: [1] [3]

  6. 1865

    Engagement für Bildung

    Mit dem Bildungsverein zur Fortbildung der unteren Klassen des weiblichen Geschlechts setzte die Loge ihre Bildungsarbeit fort. Die Initiative steht neben früheren Unterstützungsangeboten für Lehrlinge und Familien.

    Quellen: [1] [5]

  7. 1933–1935

    Druck, Anpassungsversuch und Verbot

    Im April 1933 wandelte sich die Loge mit zwei weiteren Leipziger Logen in den Christlichen Orden Deutscher Dom um – ein Versuch, auf die nationalsozialistischen Verhältnisse zu reagieren. Er blieb ohne dauerhaften Erfolg: 1935 wurde die Freimaurerei in Deutschland verboten.

    Quellen: [4]

  8. 1992–2018

    Wiederbegründung und Rückkehr eines Buches

    1992 wurde Balduin zur Linde in Leipzig wiederbegründet. 2018 konnte ein Band aus der früheren Logenbibliothek an die Loge zurückgegeben werden – ein konkretes Zeugnis der durch Verfolgung und Krieg zerstreuten Bestände.

    Quellen: [4] [5]

  9. 2026

    Ein Vierteljahrtausend

    Im Jubiläumsjahr 2026 erinnert die Johannisloge zu Leipzig an ihre lange Geschichte und führt die Arbeit an Freundschaft, Bildung und verantwortlichem Handeln fort. Die Geschichte ist dabei kein Abschluss, sondern ein Auftrag für die Gegenwart.

    Quellen: [1] [2]

Nachweise

Quellen und Bildnachweis

Die Darstellung fasst die genannten Quellen zusammen. Die Verweise führen zu den jeweiligen Original- oder Katalogeinträgen.

  1. Johann Friedrich Fuchs: Die Freimaurerloge Balduin zur Linde in Leipzig 1776–1876. Festschrift zur Säcularfeier, Leipzig 1876. Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek über die Deutsche Digitale Bibliothek.
  2. Die Freimaurerloge Balduin zur Linde in Leipzig 1776–1926. Festschrift zum 150. Stiftungsfeste, Leipzig 1926. Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin über die Deutsche Digitale Bibliothek.
  3. Feier der Einweihung des neuerbauten Logenhauses der St. Johannislogen Apollo und Balduin zur Linde, 12. September 1847.
  4. Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Provenienzforschung: Balduin zur Linde, Leipzig.
  5. Leipzig-Lexikon: Balduin zur Linde.